Archiv der Kategorie: Spielberichte-1c-1314

1c holt den ersten Sieg!

TSV Wieblingen III – SC Sandhausen II 25:24 (14:10)

Nur ein Türchen hat der Adventskalender für die 3. Herrenmanschaft in diesem Jahr. Und dahinter verbargen sich an diesem 1. Dezember sogleich die heiß ersehnten ersten zwei Punkte. Doch der Erfolg wurde mal wieder knapper und nervenaufreibender, als wirklich nötig gewesen wäre.

Gegen den SC Sandhausen legte die Mannschaft los wie die Feuerwehr. Der wieder genesene Uli Siegel machte im linken Rückraum Druck, auf der Außenbahn kam erstmals wieder Michael Huljak zum Einsatz. Und vor allem im Tor präsentierte sich Frederik Nachtrodt praktisch unüberwindbar: Eine frühe 5:1-Führung war die Folge. Sandhausen, ein Team aus dem Mittelfeld der 3. Kreisliga, zeigte sich deutlich überrascht von der Wieblinger Gegenwehr. Im Angriff kam zuweilen ein nötiges Quäntchen Glück dem TSV zugute – mit der Folge, dass der Abstand langsam, aber stetig anwuchs. Beim 12:5 machte sich deutlicher Unmut in den Reihen der Gäste bemerkbar. Und der TSV konnte anfangen, durchzuwechseln, den Vorteil einer vollen Bank zu nutzen und die Kräfte zu schonen.

Doch der TSV gönnte sich zu viel der Verschnaufpause: Das Angriffsspiel erlahmt, in der Abwehr taten sich auf einmal ungeahnte Lücken auf – und Sandhausen bekam die zweite Luft. Statt frühzeitig einen klaren Abstand zu festigen, ging der TSV nur noch mit vier Toren Polster in die Pause.

Die Mannschaft war gewarnt, es nicht zu locker angehen zu lassen: Hier war noch nichts entschieden. Hoch konzentriert kam der TSV entsprechend aus der Pause und legte durch schönes Konterspiel auf 16:10 nach.

Drei Männer brachten jedoch eine erneute Wende ins Spiel: Gästertorhüter Kurt Beisel parierte zahlreiche Großchancen von freistehenden Wieblingern. Eine vorgezogene Deckungsspitze nahm Uli Siegel aus dem Spiel und brachte damit den Wieblinger Angriff weiter ins Stocken. Zudem schien der Schiedsrichter über lange Zeit nicht gewillt, in 50:50-Situation auch einmal auf Wieblinger Ballbesitz zu entscheiden. Doch lamentieren hilft bekanntlich nicht – und beim 20:20 war Sandhausen nach einem 0:4-Lauf wieder im Spiel und wenig später erstmals sogar in Führung (21:22, 22:23).

Doch gab es auch auf Wieblinger Seite zwei, auf die man sich verlassen konnte: Torhüter Frederik Nachtrodt – und in einem echten Herzschlagfinale einen seiner Torpfosten.

Zwei Minuten vor Schluss schien der TSV beim 25:23 schon alles klar gemacht zu haben. Doch wollte vorne kein Treffer gelingen – und 30 Sekunden vor Schluss schloss Sandhausen zum 25:24 auf. Eine halbe Minute, die es herunterzuspielen galt. Was der SCS natürlich mit einer offenen Deckung zu verhindern suchte. Es kam zum Gerangel, in dessen Folge beide Ersatzbänke Zeitstrafen kassierten; das Spiel würde also 5:5 fortgesetzt. Die Uhr war noch nicht weit genug abgelaufen, als Ralph Engel der Durchbruch an den Ersten Kreis gelang. Ungedeckt, mit der Chance, alles klar zu machen. Doch der entscheidende Pass kam zu scharf, der Ball ging verloren, und Sandhausen konnte noch einmal durchstarten. Uli Siegel unterband den schnellen Abwurf und kassierte dafür Rot. Nun in Überzahl stürmte Sandhausen aufs Wieblinger Tor und kam auch in aussichtsreiche Schussposition. Doch der Ball krachte – an den Innenpfosten und schoss von dort quer ins Seitenaus. Ballbesitz Wieblingen, Sirene, aus. Die ersten zwei Punkte für den TSV!

Für den TSV spielten:
Frederik Nachtrodt, Matthias Knappe – Marc Schneider (1), Klaus Karch (5), Daniel Bräuer (8/3), Matin Knögel (2), Uwe Mores, Thomas Fein (1), Steffen Riedel, Till Schmidt, Michael Huljak (4/1), Jürgen Merkel (1), Ralph Engel, Uli Siegel (3).

Kommentare deaktiviert für 1c holt den ersten Sieg!

1c auf dem Berg ohne Punkte

SC Wilhelmsfeld – TSV Wieblingen III 29:26

Eine Geschichte wiederholt sich für die 1c des TSV Wieblingen in der dritten Kreisliga allmählich zu oft: Auch gegen einen körperlich und spielerisch überlegenen Gegner lange Zeit mithalten, viel Kraft in eine Aufholjagd stecken – und dann Mitte der zweiten Hälfte einbrechen und sich immerhin noch achtbar aus der Affäre ziehen.

So auch beim Auswärtsspiel in Wilhelmsfeld bei der einzigen 1. Mannschaft in dieser Spielklasse.

Der TSV war mit personellen Problemen auf den Berg gereist. Auf Außen fehlt der verletzte Christian Dörr, auf Halblinks Uli Siegel. Auch der verbliebene Rückraum ging in Teilen gesundheitlich angeschlagen ins Spiel. Improvisation war angesagt – auch mit Blick auf den Spielort Odenwaldhalle: Das deutlich verkleinerte Spielfeld und die naturgemäß sehr kompakte Abwehr der Gastgeber unterbanden zunächst das gewohnte Spiel des TSV. Doch blieben die Gäste in den Anfangsminuten dran, konnten beim 6:6 nochmals ausgleichen – ehe Wilhelmsfeld auf 11:7 davonzog.

Gleich in zwei Dimensionen schaffte es der TSV nicht richtig, sich auf die beengten Verhältnisse einzustellen, und das vorne wie hinten. Stichwort Breite: Wie schon im Viertligaspiel vor zwei Jahren kassierte Wieblingen erstaunlicherweise immer wieder überraschende Treffer über die Außenpositionen. Dagegen gelang es umgekehrt vorne zunächst kaum, die eigenen Außen ins Spiel zu bringen. Als sich der SC jedoch auf eine offensivere Deckung gegen die Wieblinger Mitte verlegte, entstanden im Zentrum Räume, die der TSV nutzen konnte – doch fehlte es zuweilen an der Präzision im Abschluss. Stichwort Länge: Wie schnell es vom Mittelkreis bis in die Gefahrenzone gehen kann, davon ließ sich die TSV-Abwehr mehrfach überrumpeln. So lud sie die schnelle Mitte des SC zu einfachen Treffern ein und machte sich so selbst den Vorteil eigener Kontertore im direkten Gegenzug zunichte. Die eigene zweite Welle blieb derweil in der ersten Hälfte zu zahm.

Kurz nach dem Seitenwechsel (14:11) brach dann die stärkste Phase des TSV an. Vier Treffer in Folge brachten den 16:16-Ausgleich. Doch der Zwischenspurt hatte Kraft gekostet. Wilhelmsfeld antwortete mit einem ebensolchen 4:0-Lauf und war nun vollends Herr im eigenen Haus. Dem TSV-Angriff gingen Puste und Ideen aus, überhastete Aktionen (auch in Unterzahl) und haarsträubende Abspielfehler lud zu weiteren Gegentreffern ein. Beim 27:19 war der Rückstand gar auf acht Treffer angewachsen, ein Debakel bahnte sich an.

Doch der TSV fing sich noch einmal. In einer etwas chaotischen Schlussphase bot er den besseren Wildwest-Handball – siehe da, auch eine Zweite Welle kann Erfolg bringen. Mehr als Ergebniskosmetik – auf in etwa spielgerechte drei Tore Rückstand – war jedoch nicht mehr drin.

Es spielten:
Frederik Nachtrodt – Marc Schneider (1), Klaus Karch (4), Daniel Bräuer (9/4), Martin Knögel (8), Uwe Morres, Thomas Fein (1), Ralph Engel, Steffen Riedel (1), Felix Albrecht (1), Till Schmidt (1).

Kommentare deaktiviert für 1c auf dem Berg ohne Punkte

1c verlangt dem Tabellenführer alles ab

TSV Wieblingen III – PSV Heidelberg II 23:25 (12:14)

Noch zwei Minuten. Zwei Tore Rückstand. Siebenmeter für den TSV. Wenn der drin ist – dann ist noch alles drin… Der Ball passiert den Tormann, landet am linken Innenpfosten, kullert die Linie entlang und auf der anderen Seite des Tores ins Aus. Es ist in diesem Spiel der dritte vergebene Siebenmeter für den TSV – die Entscheidung?

Nicht ganz. Denn der TSV gibt sich dem favorisierten Tabellenführer auch jetzt nicht geschlagen. Zum Glück ermöglicht im Gegenzug der PSV mit einer Auszeit der Wieblinger Abwehr, die Taktik für die letzten 90 Sekunden zu besprechen. Schneller Ballgewinn, schneller Torerfolg, lautet die Devise. Und die geht voll auf: Der TSV isoliert den Rechtsaußen des PSV im Ballbesitz, sein Rückpass auf Halb wird abgefangen, Konter, Tor. Nur noch ein Tor Rückstand. Gelingt noch die Sensation gegen den Tabellenführer? Wieblingen muss in den letzten Sekunden alles auf eine Karte setzen, zwingt den PSV vielleicht etwas spät auf Links zum Abschluss – doch der Außenspieler verwandelt cool zum 23:25. Endstand.

Es ist berechtigt, enttäuscht zu sein, nachdem man so knapp dran war am ersten Punkt. Mit Blick auf die vergebenen Chancen der letzten Minuten hätten es sogar zwei sein können: Besagter Siebenmeter, ein verschossener Konter, ein frecher direkter Freiwurf, der leider neben dem Tor landete – dazu ein unnötig leichtes Gegentor nach einem Abstimmungsproblem in Unterzahl… es hätte leicht anders ausgehen können. Hätte, hätte – wie stand dieser Tage im Sportteil eines großen Onlinemagazins: „Der Konjunktiv ist ein beliebter Fluchtort für Verlierer.

Doch wie Verlierer müssen sich die 1c-Spieler nach diesem Fight wahrlich nicht fühlen. Denn endlich einmal hatte die Mannschaft über 60 Minuten eine durchgängige Leistung gezeigt und klargemacht, dass auch das Duell Tabellenerster gegen Tabellenletzter keine ausgemachte Sache sein muss. Endlich einmal kein verschlafener Fehl-, sondern ein Blitzstart. Gleich beim ersten Angriff der Gäste blockt die TSV-Abwehr einen Wurf aus dem Rückraum, der Ball landet beim Mitspieler. Steilpass, Konter, 1:0 für den Underdog. Bis zum 4:4 sollte der TSV stets ein Tor vorlegen – ehe eine Phase mit zahlreichen Zeitstrafen das Spiel unruhig und unausgeglichen werden ließ. So manche Hinausstellung verursachte in einer nicht übermäßig hart geführten Partei auf beiden Seiten Kopfschütteln – wobei man die direkte Rote Karte gegen Wieblingens Marc Schneider in der 20. Minute sicher geben kann.

Doch der TSV kämpfte aufopferungsvoll, steckte auch bei zwischenzeitlichem Vier-Tore-Rückstand nicht auf (6:10), sondern war spätestens Mitte der zweiten Halbzeit mit dem 17:17 wieder voll auf Augenhöhe. Großen Anteil daran hatte erneut „Frode“ Nachtrodt im Tor, der einige Großchancen vereitelte. Und vorne war es vor allem Rückkehrer Uli Siegel, der die Mannschaft antrieb und im Spiel hielt. Seine unermüdlichen Zweikämpfe rissen die Lücken für die Teamkollegen am Kreis oder im Rückraum, resultierten in Siebenmetern – oder gleich in direkten Torerfolgen, etwa per sehenswertem Unterarm-Kracher.

Wenn es gelingt, gegen den Tabellenführer kurz vor Schluss mitzuhalten – dann muss das Mut machen für die anstehenden Aufgaben. Nach dem spielfreien Wochenende kommt es beim TSV Steinsfurt zum spannenden Kellerduell – ein klassisches Vier-Punkte-Spiel.

Für den TSV spielten:
Frederik Nachtrodt, Matthias Knappe – Marc Schneider (1), Klaus Karch (3), Daniel Bräuer (9/2), Martin Knögel, Uwe Morres (1), Ralph Engel (1), Steffen Riedel, Andreas Wenz, Uli Siegel (7/1), Michael Beyer (1).

Kommentare deaktiviert für 1c verlangt dem Tabellenführer alles ab

1c: Knappe Niederlage in Dielheim

TV Dielheim II – TSV Wieblingen III 22:20

Ohne unseren Trainer Archie und einige Stammkräfte mussten wir Sonntagabend zum Auswärtsspiel nach Dielheim. Aufgrund des Rückreiseverkehrs vom Hockenheimring kamen Teile der Mannschaft erst 30 Minuten vor Spielbeginn an der Halle an. Dadurch gab es nur eine sehr kurze Vorbereitungs- und Warmmachphase.

Verwunderlich war es daher nicht, dass Dielheim schnell mit 3:0 führte. Vor allem die zweite Welle der Dielheimer stellte die Abwehr des TSV vor Schwierigkeiten. Aber im Gegensatz zu den vergangenen Spielen konnte unsere 1c dagegenhalten. Erfolgreich abgeschlossene Gegenstöße, clevere Eins-gegen-Eins-Situationen und so mancher Spielzug führten dazu, dass man erstmals beim 4:4 ausgleichen konnte. In dieser Phase feierte Uli Siegel sein Comeback im Wieblinger Trikot. Mittwochs erstmals im Training, wurde er gleich zum Spielen am Sonntag überredet. Bis kurz vor der Pause konnte die 1c das Unentschieden sogar in eine Führung von vier Toren verwandeln. In die Pause ging man mit einer 11:9 Führung.

Die Halbzeitansprache unseres Ersatztrainers Mario fiel recht kurz aus, da man sich einig war, einfach so weiter zu spielen wie bisher: Lange den Ball im Angriff halten und in der Abwehr sicher stehen.

Dies funktionierte auch. Zwar konnte man den Vorsprung nicht weiter ausbauen, aber man konnte ihn halten. Jedesmal, wenn Dielheim auf ein Tor herankam, warf man selber eines im Angriff. Man war schon fast auf die Siegerstraße eingebogen, als Dielheim in der 56 Minute ausgleichen konnte (20:20). Auf einmal war die Nervosität der ersten Spiele wieder da. Der TSV verlor zu schnell den Ball und konnte die Angriffe nicht erfolgreich abschließen. Dielheim konnte dies ausnutzen und ging in Führung. 30 Sekunden vor Schluss lag Wieblingen mit einem Tor zurück. Man wollte Dielheim einladen zu werfen, in der Hoffnung, dass sie die Chance nicht nutzen würden, um selber im Gegenstoß wenigstens noch einen Punkt zu sichern. Die Hoffnung erfüllte sich leider nicht, so dass die 1c am Ende 22:20 verlor und mit leeren Händen da stand. Verdient wären die Punkte auf jeden Fall gewesen, schließlich lag man mehr als zwei Drittel des Spiels in Führung. Aber bekanntermaßen dauert ein Spiel 60 Minuten.

Martin Knögel

Es spielten:
Frederik Nachtrodt, Marc Schneider, Martin Knögel (4), Uwe Morres (1), Thomas Fein (2), Ralph Engel, Christian Dörr (8/3), Steffen Riedel (2), Andreas Wenz (1), Uli Siegel (2)

Kommentare deaktiviert für 1c: Knappe Niederlage in Dielheim

1c verliert trotz toller Aufholjagd

TSV Wieblingen III – TSV Handschuhsheim II 21:27 (9:18)

„Ihr habt gut gespielt – in der zweiten Halbzeit“, so ein Handschuhsheimer Spieler beim Abklatschen nach dem Schlusspfiff. „Aber die erste war beschissen.“ Man kann darüber streiten, ob derart deftige Worte gegenüber dem sportlichen Gegner angemessen sind. Zutreffend waren sie – leider – auf alle Fälle.

Denn die Wieblinger 1c hatte in den 60 Minuten zuvor wieder einmal zwei Gesichter gezeigt. Die erste Halbzeit geriet von Beginn an völlig daneben. Die Abwehr löchrig und desorientiert, erlaubte den Gästen von der anderen Neckarseite praktisch mit jedem Angriff einen Treffer. Damit war auch die wichtigste Waffe aus dem Wieblinger Arsenal wirkungslos: Wer stets Anspiel hat, kann bekanntlich kaum Konter laufen. Aus dem strukturierten Angriff heraus wollte den Aufsteigern zunächst auch nur wenig gelingen. Nervöse Hände ließen Bälle fallen oder vergaben freistehend Torchancen. So würde der heiß ersehnte erste Punktgewinn weiter auf sich warten lassen. Beim Pausenstand von 9:18 schien die Messe gelesen.

Doch die Halbzeitansprache von Trainer Achim Wolf zeitigte erstaunliche Wirkung. Der TSV brauchte noch ein, zwei Minuten, ehe er in Schwung kam. Aber dann! Während die Gäste einem sicheren Auswärtssieg entgegen zu trudeln glaubten, festigte sich die Wieblinger Abwehr. Frederik Nachtrodt im Tor tat sein übriges – und dann fielen sie auf einmal. Die einfachen Tore – von allen Positionen. Konter. Einzelaktionen von Außen. Distanzschüsse aus dem Rückraum. Lücken am Kreis taten sich auf. Die Siebenmeter saßen. Mit einem unglaublichen 9:1-Lauf stellten die Wieblinger Hausherren den Anschluss her (18:19). Die Halle stand Kopf: Nach nur zwölf Minuten waren so viele Tore für die Heimseite gefallen wie in der gesamten ersten Hälfte.

Leider versäumte es die Mannschaft, in dieser Situation das Spiel endgültig zu drehen. Handschuhsheim fand wieder ins Angriffsspiel zurück, und auf der anderen Seite gingen drei, vier Aktionen am Stück minimal schief: Der entscheidende Pass zum überraschend freistehenden Mitspieler kam nicht an, der berechtigte Schuss aus dem Rückraum wurde verzogen, das Durchstoßen bis Außen endete im einfachen Ballverlust. Statt auszugleichen und vorzulegen, gerieten die Hausherren wieder ins Hintertreffen. Die Aufholjagd war beendet, die eben noch mustergültige Moral endgültig gebrochen, die Nervosität kehrte zurück: Bis zum Schlusspfiff sollten nur noch drei Treffer gelingen.

Es ist müßig, sich auszumalen, wie das Spiel gelaufen wäre, hätte sich Wieblingen von Beginn an seiner Stärken erinnert und derart beherzt angegriffen wie nach der Pause. Hätte, hätte, Fahrradkette… Aber es zeigt den Weg auf, der in den kommenden Wochen und Monaten zu beschreiten sein wird: Konsequenz, von Anfang an. Vielleicht gelingt ja über die Saison gesehen eine ähnliche Leistungssteigerung wie bislang im Verlauf noch jedes einzelnen Spiels: Schwach angefangen, stark gesteigert. Der erste Teil wäre mit dem derzeitigen Tabellenplatz schon mal erfüllt…

TSV Wieblingen:
Frederik Nachtrodt – Marc Schneider, Klaus Karch (3), Daniel Bräuer (4/1), Martin Knögel, Uwe Morres (3), Thomas Fein (3/2), Christian Dörr (6), Jan Sommer, Tobias Kösel, Till Schmidt (2), Steffen Riedel, Klaus Spengler.

TSV Handschuhsheim:
Günther Döll – Michael Schröder (1), Christian Lailach,  Patrick Rudolph 2), Johann Schank (7/2), Andreas Layer (3/2), Nikolaus Ullmerich (3), Jan Schröder (7), Michael Kurda (2), Jens Eckstein (2).

Kommentare deaktiviert für 1c verliert trotz toller Aufholjagd

1c chancenlos in Wiesloch

TSG Wiesloch III – TSV Wieblingen III 30:19 (16:9)

Am Harz lag es nicht. Wer spielen kann, kann mit allem spielen – so die alte Weisheit. Und doch war den Spielern des TSV die Unsicherheit mit dem gut geharzten Spielgerät in der Wieslocher Halle am Stadion anzumerken. Übervorsichtige Pässe, Abgaben ins Leere, Torschüsse auf den Boden – bis sich der TSV nach Jahren des strikten Haftmittelverbotes ein wenig auf die Situation eingestellt hatte, vergingen lange Minuten. Da führte die TSG bereits mit 9:1, dank ihres hervorragend besetzten Rückraums, der aus allen Lagen die TSV-Abwehr in Verlegenheit brachte. Wofür ein geharzter Ball ja auch keine Erklärung sein kann.

Erst jetzt fing sich der Aufsteiger aus Wieblingen, verdichtete die Abwehr und stellte durch beherztes Kontern klar, dass er sich nicht kampflos ergeben würde. „Frode“ Nachrodt im TSV-Tor lief allmählich zu großer Form auf – und nach einem 5:1-Lauf stand es nur noch 10:6. Doch mehr an Aufholjagd war nicht mehr drin. Die erfahrenen und technisch versierten Gastgeber zogen routiniert ihr Spiel auf – und setzten sich bis zur Pause wieder auf sieben Tore ab.

Nach dem Seitenwechsel wurde der Rückstand bald zweistellig (21:11, 25:15). Der TSV hielt nun über Einzelaktionen und Konter einigermaßen mit. Doch angesichts der längst gefallenen Entscheidung zerfaserte das Spiel nun beiderseits. Wiesloch zog seine Spielzüge nun nicht mehr ganz so konsequent durch – und auch auf Wieblinger Seite ließ die Konzentration allmählich nach. Wieder schlichen sich einfache Abspielfehler ein, wurden voreilige Torschüsse gesucht. Die Folge war die bislang höchste Saisonniederlage – was bei einem der stärksten Teams der Liga keine Schande ist, zumal sich auch der vorige Gegner Walldorf hier eine ebenso deutliche „Packung“ abgeholt hatte.

Für den TSV spielten:
Frederik Nachtrodt (Tor) – Marc Schneider, Daniel Bräuer (7/1), Klaus Karch (2), Thomas Fein (2), Ralph Engel, Martin Knögel (2), Uwe Morres (1), Christian Dörr (5), Thomas Barth.

Daniel Bräuer

Kommentare deaktiviert für 1c chancenlos in Wiesloch

1c wartet weiter auf Punkte

SG Walldorf II – TSV Wieblingen III 33:27 (16:12)

Bei der bislang punktlosen Astoria wollte der Aufsteiger aus Wieblingen die ersten Punkte der Saison einfahren. Dass daraus nichts werden würde, schien leider früh festzustehen. Denn der TSV kam weder in Abwehr noch Angriff richtig ins Spiel. Die sich bietenden Chancen wurden zu inkonsequent genutzt – und das TSV-Bollwerk schien noch in der Kabine zu sitzen.

So konnten die Gastgeber über 5:1 und 7:3 früh davonziehen. Unruhe in den Wieblinger Reihen machte sich breit. Beim Stand von 15:6 kündigte sich ein zweistelliges Debakel an. Doch anstatt vollends auseinanderzubrechen, bäumte sich der TSV nun endlich auf. Eine Umstellung im Angriff – mit Linksaußen Christian Dörr nun auf der Mittelposition – brachte den Angriff ins Rollen. Und die Abwehr hielt nun auch dagegen. Vier Treffer in Folge – und das Spiel war zumindest wieder offen. Mit einem Vier-Tore-Rückstand ging es in die Pause.

Ging da noch was? Die Wieblinger 1c – diesmal übrigens ganz ohne Unterstützung aus dem großen 1b-Kader oder der A-Jugend angereist – versuchte zumindest ihr mögliches. Trotz der dünnen Personaldecke hielt sie nach dem Wechsel mit. Erneut gelang eine 4:0-Serie – und beim 23:21 war der TSV wieder ganz dicht dran. Doch die Abwehrleistung hielt mit den Angriffsbemühungen nicht schritt. Immer wieder durften Walldorfer Spieler – nach zweifellos schön vorgetragenen Spielzügen – unbehindert vor dem Wieblinger Tor auftauchen. Und auch die TSV-Schlussleute erwischten beileibe nicht ihren besten Tag. Der Rückstand wuchs wieder auf sechs Zähler (29:23) an – und durfte in den hektischen letzten Minuten noch etwas weiter, als dem Spielverlauf vielleicht gerecht gewesen wäre. Mit einem weniger verschlafenen Start und einer konsequenteren Torausbeute wäre hier durchaus mehr drin gewesen.

Für den TSV spielten:
Frederik Nachtrodt, Torsten Bender (Tor) – Christian Dörr, Daniel Bräuer, Marc Schneider, Martin Knögel, Thomas Fein, Ralph Engel, Klaus Karch, Uwe Morres.
Die Torschützen sind auf dem Protokolldurchschlag leider völlig unleserlich und daher nicht sinnvoll wiederzugeben.

Daniel Bräuer

 

Kommentare deaktiviert für 1c wartet weiter auf Punkte

1c-Aufsteiger halten lange mit

TSV Wieblingen III – SG Nußloch III 19:24 (10:14)

Erfolgsserie gerissen – erste Heimniederlage nach genau zwei Jahren – und doch lautet das Fazit verhalten positiv: Die 3. Herrenmannschaft des TSV ist in der 3. Kreisliga angekommen.

Denn nie neue Runde bedeutet einen Aufbruch ins Unbekannte: Die 1c tritt nach dem Aufstieg eine schwere Aufgabe an. Nach einigen personellen Veränderungen lautet das Ziel klar, sich so teuer wie möglich zu verkaufen und nach Möglichkeit um den Klassenerhalt mitzuspielen.

Zum Auftakt ging es gegen alte Bekannte: Nußloch war vor zwei Jahren ebenfalls aus der „4. Division“ aufgestiegen, damals knapp vor dem TSV. Die längere Erfahrung in der höheren Klasse war den Gästen anzumerken. Doch hielt der TSV lange Zeit gut mit. Nach nervösem Start und frühem Rückstand fing sich vor allem die Abwehr, die die Gäste in der Folge immer öfter zu schwierigen Abschlüssen zwang: „Frode“ Nachtrodt im Tor konnte einiges entschärfen und mehrmals Konter einleiten. Gegen die kompakte, wuchtige 6:0-Abwehr tat sich der umformierte Wieblinger Rückraum zwar lange Zeit schwer. Doch das schnelle Spiel nach vorne – schön vorgetragen durch Ex-Landesligakapitän Christian Dörr oder die A-Jugendspieler Sven Jooß und Till Schmidt – brachte den TSV auf Tuchfühlung, beim 9:8 sogar erstmals in Führung. Erst eine Schwächephase kurz vor der Pause, eingeleitet durch eine 2-Minuten-Zeitstrafe gegen den TSV, ermöglichte den Gästen eine erneute deutliche Führung.

Doch wer dachte, nun würden der 1c die Felle davonschwimmen, sah sich getäuscht. Im Gegenteil: Das Wieblinger Defensivwerk hielt nach der Pause lange Zeit stand, und wieder gelang es über Gegenstöße, den Rückstand zu verkürzen. Noch gut zehn Minuten vor Schluss stand sogar eine knappe Halbzeit-Führung für den TSV zu Buche, ehe eine erneute Serie von leichten Fehlern die Gäste davonziehen ließ. Dennoch gelang es in den letzten Minuten noch einmal, den Rückstand auf ein erträgliches Maß zu trimmen.

Und so steht am Ende die erfreuliche Erkenntnis, dass die Mannschaft durchaus über Strecken mithalten konnte. Die Geschlossenheit und der Kampfgeist waren da – wenn jetzt noch die Fehlerquote minimiert, voreilige Torabschlüsse ausgemerzt und die Abläufe verfeinert werden, sollten hoffentlich bald auch die ersten Punkte folgen.

Torschützen folgen…

Kommentare deaktiviert für 1c-Aufsteiger halten lange mit